Auslandspraktikum Castres 2009
Stefan Zausek Lisa Starlinger Roman Werhun Peter Quirchmair
(5AHWIM, v.l.n.r.)
Praktika bei Benne SA und Amen
Erste Woche
Am Samstag, 29. August 2009, sind wir mit dem Flugzeug von München
nach Toulouse geflogen. Dort haben uns schon unsere Betreuungslehrer
(Frau und Herr Huber und Frau und Herr Kaissl)und Elisabeth und Kurt
van Driel erwartet. Toulouse ist ca. eine Stunde von Castres entfernt.
Alle gemeinsam wurden wir mit dem Schulbus nach Castres befördert.
Dort lernten wir unsere Partnerschule „Lycèe Sidobre“ und den Direktor
kennen.

Danach sahen wir zum ersten Mal unsere Wohnung. Es war ein Mobil
Home, welches auf dem Campingplatz Gourjarde stand.
Uns hat die Wohnung sehr gut gefallen, da sie wunderbar eingerichtet
war. Unsere Nachbarn blieben zwar nie recht lange, aber sie waren alle
sehr nett zu uns. Durch diese Wohnung lernten wir auch, wie man
gemeinsam einen Haushalt führt und wie man gemeinsam Probleme des
Alltags löst.

Unsere Betreuungslehrer waren bis Dienstag in der Früh in Castres.

Am Sonntag machten wir alle gemeinsam einen Ausflug.

Der frühere Direktor zeigte uns die Nachbarstadt Mazamet, die einmal
eine sehr reiche Stadt gewesen ist und das Schwarze Gebirge, von wo man
einen fantastischen Rundblick hat, sowie ein mittelalterliches Dorf
(Médiéval Village), das mit seinen engen Gassen beeindruckend war.
Der Direktor gab uns viele interessante Hintergrundinformationen.
Die Arbeit
Am Montag begann dann das vierwöchige Praktikum.
Lisa und Peter bei Benne SA
|
Am Montag wurden wir von Frau Huber und Herrn Kaissl in die
Arbeit begleitet, zu der wir jeden Tag mit dem Fahrrad gefahren sind.
Am Anfang bekamen wir eine Führung durch die Firma. Am Nachmittag wurde
uns der Laser erklärt. Die darauf folgenden Tage arbeiteten wir
hauptsächlich mit Patrick und mit Pascal zusammen. Es wurde uns vor
allem das Schutzgasschweißen beigebracht, wobei wir größtenteils
selbstständig arbeiten durften. Die Arbeit war abwechslungsreich.
In der Pause saßen wir immer bei unsern Arbeitskollegen und unterhielten
uns mit ihnen so gut es ging. Je länger wir in Frankreich waren, desto
mehr haben wir auch verstanden. So lernten wir nebenbei viele wichtige
Wörter. Alle waren sehr nett und offen und haben uns immer sehr
tatkräftig unterstützt. Die letzten vier Tage durften wir uns auch noch
das Konstruktionsbüro ansehen, wo wir die Grundlagen von ProE erlernten.
| 
|
Vor allem von Patrick (Bild oben, links) und Pascal (Bild
rechts, links) lernten wir sehr viel. An dieser Stelle möchten
wir uns noch einmal sehr herzlich bei der Firma Benne SA für
alles bedanken. |

|
Roman und Stefan bei Amen
Bereits am ersten Tag bei der Firma Amen wussten wir, dass es eine
schöne Zeit werden wird, da wir unser Vorstellungsgespräch erst um 14:00
führten und somit lange genug schlafen konnten. Am Tag darauf wurden wir
auch schon freundlich von unseren neuen Kollegen begrüßt und wir wurden
2 Arbeitern zugeteilt. Stefan wurde von Arnaud und Roman von Fernand
betreut. Gleich an diesem Tag durfte sich Stefan am WIG-Schweißen
versuchen und die nächsten Tage wurde auch Roman unterwiesen. Doch dies
gehörte nicht zu unseren einzigen Tätigkeiten: es wurden Rohre
gestrichen, beim Aufbau einer neuen Rutsche für das Hallenbad geholfen,
eine Tischplatte zugeschnitten, geflext, abgekantet, Bleche zugeschnitten
und auch allerlei Besorgungen gemacht.
Bei 2 Stunden Mittagspause und einem freien Freitagnachmittag ließen
wir es uns dann zu Hause gut gehen. Da wir nicht die ersten Praktikanten
waren, konnten sich die Arbeiter bei Amen schnell an uns gewöhnen und
wir wurden innerhalb kürzester Zeit in den Arbeitsablauf eingegliedert.
Die vielen verschiedenen und amüsanten Persönlichkeiten, die sich bei
Amen versammelten, konnten uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht
zaubern und ich würde jedem empfehlen, dort zu arbeiten, der die Chance
dazu hat.
Zweites Wochenende
|
Am zweiten Wochenende machten wir eine Erkundungstour durch
die Stadt. Castres ist eine Stadt mit 43.000 Einwohnern im
Süden Frankreichs. Diese Region ist bekannt für ihre
Textilindustrie und guten Weine (Galliac).
Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die Saint-Benoit
Kathedrale, der Jean-Jaurès Platz, die schöne Altstadt
sowie die restaurierten Gebäude am Fluss Agout, und Miredames.
Jean-Jaurès war ein berühmter sozialistischer Politiker, in
Castres gibt es auch ein Museum, wo man viele Details seines
Lebens erfährt. |

|
Miredames ist ein Boot, mit dem man auf dem Agout eine
Schifffahrt durch die Stadt machen kann.
Weiters gibt es in Castres viele Sportmöglichkeiten von einem
riesigen Schwimmbad (Archipel) über einen Golfplatz im Park
Gourjade bis hin zu einem Bowlingstadion.
Castres ist auf jeden Fall eine vielseitige Stadt, die für
jeden Geschmack etwas zu bieten hat.
| 
|
Drittes Wochenende
Das dritte Wochenende wurden wir von Elisabeth und Kurt in
ihr Appartement am Meer eingeladen, welches in Cap d’Agde steht.
Cap d’Agde ist ein sehr netter Tourismusort. Wir konnten sogar
noch im Meer schwimmen gehen, da das Wasser noch angenehm warm war.

Am Samstagabend gingen wir richtig französisch essen, von
dem wir alle begeistert waren. Vor allem die Fisch- und
Muschelspezialitäten waren sehr gut. Dieses Wochenende hatte
uns allen besonders gefallen, da es eigentlich wie im Urlaub
war. Leider war es viel zu schnell vorbei.
Letztes Wochenende
Am letzten Wochenende lernten wir das Nachtleben von Castres kennen.
Dazu fuhren wir mit dem Nachtbus zur Disco Roll‘s, die ca. 20 min von
Castres entfernt ist. Dabei trafen wir viele gleichaltrige Franzosen
und so wurde es ein sehr lustiger Abend.

Leider verging dieser Monat viel zu schnell und so kamen wir am 26.
September wieder nach Österreich zurück.
Dank
Wir können dieses Praktikum auf jeden Fall weiter empfehlen, da wir
sehr viele neue Erfahrungen gemacht haben und dabei der Spaß auch nicht
zu kurz gekommen ist.
Wir möchten uns besonders bei Elisabeth und Kurt für ihre großartige
Unterstützung bedanken. (Ohne die beiden hätten wir wahrscheinlich in
Frankreich nicht überlebt ;)
Wir haben von ihnen sogar ihre privaten Fahrräder bekommen, nachdem
die alten kaputt geworden sind!
Des Weiteren möchten wir uns bei allen bedanken, die uns dieses
Praktikum ermöglicht haben.
Vor allem bei Profin. Huber, da ohne sie wahrscheinlich
Castres ins Wasser gefallen wäre.
|