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Auslandspraktikum 2009 bei GEA Denco in Hereford, England
Lukas Lauss (5AHMIE)
Zu Beginn des zweiten Semesters im 4. Jahrgang fragte mich Prof.
Weisensteiner, ob ich Interesse an einem Auslandspraktikum bei der
Firma GEA Denco England, mit Sitz in Hereford, hätte. Zusammen mit
ihm stellte ich den ersten Kontakt zu GEA Austria Klimatechnik in
Gaspoltshofen her, wo sich Frau Tina Humenberger der Aufgabe annahm,
mich nach England zu vermitteln. Meine englischen Ansprechpersonen
waren John McCloskey und John Tandy. Bei allen beteiligten Personen
möchte ich mich herzlich dafür bedanken, dass mir diese Reise und
diese tolle Lebens- bzw. Arbeitserfahrung ermöglicht wurde.

Am Sonntag dem 2. August 2009 flog ich von München weg und landete
um ca. 16 Uhr am Birmingham International Airport, wo mich bereits ein
von der Firma bestellter Taxifahrer erwartete. Nun begaben wir uns auf
die eine Stunde andauernde Taxifahrt und ich konnte bereits meine ersten
wichtigen Erfahrungen im Gespräch mit dem Taxler machen. Am Ziel
angekommen, lernte ich meine Gastmutter kennen und erfuhr, dass ich auch
während meines 4-wöchigen Aufenthaltes in deutschsprachiger Gesellschaft
sein würde. Jenny Tipton, meine 25-jährige Gastmutter, welche ebenfalls
bei GEA DENCO arbeitete, beherbergte nämlich eine 21-jährige Studentin
aus Bochum. Auch sie absolvierte ein Praktikum in der Firma.

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich einigen Firmenangehörigen
vorgestellt und bekam die notwendigen Informationen über meinen
Tätigkeitsbereich sowie auch eine detaillierte Führung durch das
gesamte Firmengelände. GEA Denco Air Conditioning Hereford ist eine
Firma mit ca. 100 Mitarbeitern, welche im Lüftungssektor für Vertrieb,
Service und Montage tätig ist und 5 weitere Verkaufsstellen in ganz
England hat. Meine erste Arbeitswoche verbrachte ich vorwiegend im Büro
und in dem eigens angelegten Testzentrum in der gegenüberliegenden Fabrik.
Im Büro beschäftigte ich mich mit dem 3-D Zeichenprogramm Autodesk
Inventor, um verschiedenste Komponenten einer Klimaanlage zu zeichnen.
In dem Testzentrum bestand meine Aufgabe darin, mit einem Kollegen ein
Lüftungsgerät zu justieren, einzustellen und die benutzerdefinierten
Wünsche und Vorgaben umzusetzen.

Die zweite und dritte Arbeitswoche erlaubte mir Einblicke in die
Fertigung der Lüftungsgeräte. Tag für Tag durchlief ich sozusagen „genau
so wie die von uns gefertigten Erzeugnisse“ die verschiedenen
Arbeitsbereiche, angefangen in der Lager- & Logistikabteilung,
Rahmenfertigung im Metallbereich über die Elektronik, dem Fitting bzw.
Wärmetauscherbereich bis hin zum Ventilator- & Kompressoreinbau oder der
endgültigen Fertigstellungsabteilung. Diese beiden Wochen waren sehr
hilfreich und nützlich für mich, da hier die bereits erworbenen
theoretischen Kenntnisse nun auch in die Praxis umgesetzt werden konnten.

Die vierte und letzte Woche verbrachte ich wieder an meinem eigenen
Arbeitsplatz im Büro. Ich setzte mein 3D-Projekt fort und fügte nun die
in der ersten Woche konstruierten Teile zusammen. Außerdem wurden mir
verschiedene Auslegungsprogramme erklärt, welche ich natürlich auch in
Folge für die Berechnung der einzelnen Komponenten verwenden konnte.
Ich erledigte auch diverse Arbeiten für die Forschung- &
Entwicklungsabteilung in dieser Woche. Am vorletzten Arbeitstag nahm
mich mein Chef aus der Technik&Entwicklung-Abteilung, Colan Badham,
sogar zu einem Termin bei einer Partnerfirma mit, wo es um die
zukünftigen, verstärkten und verbesserten Umweltprüfungen der
Lüftungsgeräte ging.

Freizeitgestaltung
Da ich nur 3 Wochenenden zur Verfügung hatte, waren diese restlos
durchgeplant und ich durfte einige tolle Erlebnisse und Erfahrungen
machen. Nach der ersten Arbeitswoche begaben sich Jenny, Rebecca und ich
in das Stadtzentrum von Hereford. Die 60.000-Einwohner-Stadt hat eine
Vielfalt an kulturellen Einrichtungen wie zum Beispiel die älteste
Landkarte der Welt „Mappa Mundi“ oder die sehenswerte Kathedrale.
Außerdem ist die Stadt berühmt für das Hereford-Rindvieh, welches
weltweit zu den beliebtesten zählt. Der Fußball-Klub spielt in der 4.
englischen Liga, wo ich auch 2 Spiele besuchte. Das Nachtleben mit einer
derartigen Ausgiebigkeit und Vielfalt an Pubs und Bars lässt ebenfalls
keine Bedürfnisse oder Wünsche offen. Das zweite und dritte Wochenende
verbrachten wir in der Metropole Birmingham, welche mit dem Zug ca. eine
Stunde entfernt lag. Dort sah ich mir unter anderem zwei Fußballspiele
die Vereine Aston Villa und Birmingham City FC in der höchsten englischen
Spielklasse, der Premier League, an. Die Shopping-Möglichkeiten mit dem
zweitgrößten Einkaufszentrum direkt in der Downtown namens „Bullring“
ließen die Herzen der Frauen höher schlagen. Auch einige kulturelle
Sehenswürdigkeiten besichtigten wir im Laufe der Tage, wie den Victorian
Square oder die größte Veranstaltungshalle Englands, wo 1999 der
Eurovision Song Contest ausgetragen wurde.
Abschließend möchte ich mich nochmals bei allen Leuten, die geholfen
haben, dieses Praktikum zu organisieren und durchzuführen, ganz speziell
bei Prof. Weissensteiner und Frau Tina Humenberger, der IFA in Wien und
der Firma GEA Denco bedanken, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben,
dieses überaus interessante und für meinen weiteren beruflichen und auch
privaten Lebensweg sicherlich wertvolle Auslandspraktikum zu absolvieren.
Ich hoffe, dass diese Möglichkeit auch in den kommenden Jahren noch zur
Verfügung steht und dass mein Bericht weitere Schüler der HTL Vöcklabruck
anspornt, ein ähnliches Auslandspraktikum leisten zu wollen.
Eindrücke und Impressionen





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