Zertifizierungspartner





 
 
 

Auslandspraktikum in Göteborg bei Volvo

Schoberleitner Christoph (5WMB 2001/2002)

Mein Aufenthalt in Schweden bei der Firma Volvo Car Corporation wurde durch das Programm Leonardo Da Vinci sowie durch das Engagement unserer Schuleermöglicht .

Am 9. August war es dann so weit, wir flogen von Salzburg über Frankfurt nach Göteborg. Dort wurden wir bereits von Herrn Carlzon und Markus erwartet, die uns anschließend zu unseren Wohnungen brachten, welche im Süden von Göteborg lagen.

Am nächsten Tag wurden wir von ihnen zu einer Göteborgführung eingeladen und unter anderem war auch eine Bootsfahrt durch den Kanal, und anschließend raus in den Hafen inkludiert. Im Großen und Ganzen war das erste Wochenende hauptsächlich zum Kennenlernen da, weil wir uns (außer Elisabeth und ich) kaum oder gar nicht kannten. Es stellte sich aber bald heraus, dass wir vier in unserer Wohnung total gut zusammenpassten. Am Montag war nicht wie erwartet unser erster Arbeitstag, sondern wir wurden zu einer Besichtigung der truckproduction und des safty centre, sowie zu einem Mittagessen eingeladen.

Dienstag war es dann so weit, ich wurde meinem Supervisor zugeteilt. Ich kam in die Abteilung geometry assurance, welche ein Teilbereich der Qualitätssicherung ist. Dort werden measurement point drawings für die Lieferanten angefertigt. Johan Larsson, mein Supervisor versuchte mich von Anfang an durch eine lange und ausführliche Einführung bei der Anfertigung und Ausstellung solcher Zeichnungen so gut wie möglich zu integrieren. Da am Dienstag um 13:00 Uhr immer das Wochenmeeting abgehalten wird, hielt ich ein kurzes Vorstellungsgespräch, um mich mit allen Teammitgliedern bekannt zu machen.

Von meinem Chef Peter Högnell wurde mir mehrmals nahe gelegt, mich mit jedem Wunsch bei ihm zu melden. Mein Wünsche, wie zum Beispiel die Besichtigung der factory und des pilot plants wurden ohne zu zögern erfüllt.

Bei Volvo wird am Freitag Nachmittag immer der sogenannte „Freitagnachmittagskaffee“ abgehalten. Hier treffen sich alle Teammitglieder zum gemeinsamen Kaffee und Kuchen. Dort herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre und man konnte diverse Personen näher kennen lernen und interessante Gespräche führen. Die Teammitglieder waren immer alle sehr freundlich und hilfsbereit, besonders wenn es um die Planung von Ausflügen am Wochenenden ging.

Weil man solche Tipps nützen sollte und wir auch Land, Leute und Kultur kennen lernen wollten, waren wir immer sehr aktiv an den Wochenenden. Es folgten Ausflüge nach Federikshavn (Dänemark), Stockholm, auf div. Inseln um Göteborg und viele mehr.

Wir waren zwar fünf Wochen bei Volvo, aber die Zeit verging sehr schnell und der Abschied von den Arbeitskollegen fiel uns teilweise doch schwer. In den letzten zwei Tagen waren wir mit Arbeit total ausgelastet, denn wir mussten unsere Wohnung vom Schmutz der letzten Wochen reinigen und dass das so arbeitsintensiv ist, hätte kaum einer von uns gedacht. Aber auch diese Hürde habe wir überstanden und am Samstag den 15. September verließen wir eine blitz blank geputzte Wohnung und brachen auf in Richtung Flughafen.

Dort wurden unsere finanziellen Reserven endgültig aufgebraucht, als wir zu dritt 2800 ATS für 20 kg Übergepäck zahlten. Nach einer kurzen Schrecksekunde waren wir jedoch froh, dass wir nicht die gesamten 43 kg bezahlen mussten.

Um 18:30 Uhr landeten wir heil am Wolfgang Amadeus Mozart Flughafen in Salzburg und wir waren alle überglücklich endlich wieder österreichischen Boden unter den Füssen zu haben.

Zum Abschluss möchte ich sagen, dass diese Reise eine irrsinnige Erfahrung für mich war und dass ich jetzt sowie in der Zukunft sicher einen Nutzen daraus ziehen kann. Ich hoffe dieses Programm steht noch vielen Schülern unserer Schule zur Verfügung.

Auf diesem Wege möchte ich mich auch beim Herrn Pixner, für sein Engagement solche Reisen zu ermöglichen und bei der Schule für die großzügige finanzielle Hilfe bedanken.