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Auslandspraktikum bei Volvo Car Company Göteborg

Stefan Frank, Robert Sommer, Manuel Krempl, Franz Wieser, Thomas Lemmerer
Volvo 2002

Fünf Schüler der HTL – Vöcklabruck (vier aus der jetzigen 5MUA und einer aus der 5MTB) hatten die Möglichkeit am Volvo Praktikum in Göteborg (Schweden) teilzunehmen. Nach einigen formellen Angelegen-heiten mit dem Förderer der IFA (EU) und Instruktionen durch Hr. Prof. Mag. Anton Pixner war es uns ermöglicht worden, die Reise am 11. August zu anzutreten. Wir starteten vom Flughafen Linz um 14.05 Uhr den Flug nach Frankfurt, wo wir erste Bekanntschaften mit weiteren fünf Praktikanten aus Niederösterreich, Burgenland und Salzburg machten. Direkt am Flughafen erledigten wir noch kurze Geschäfte in den Duty-Free Läden, um für fünf Wochen in Schweden gerüstet zu sein. Nach weiteren 65 Minuten Flug erreichten wir endgültig den Flughafen Göteborg, wo bereits unsere Betreuer Eric Alexanderson und Stellan From von Volvo auf uns warteten. Durch leichte Probleme bei der Gepäckausgabe verlängerte sich der Aufenthalt ein wenig. Alles verstaut in den extra für uns gemieteten Taxis (natürlich Volvos), ging es ab in unsere Wohnungen in den Stadtteil „Frölunda". Dort erfuhren wir unser durchaus attraktives Wochenprogramm. Schon am nächsten Tag wurden wir zu einer Sightseeing Tour per Boot durch die Kanäle und den Hafen von Göteborg eingeladen, um die Stadt ein bisschen genauer kennen zu lernen. Im Volvo Car Company Werk erhielten wir eine ausführliche Führung durch die gesamte Autoproduktion und das Truck – Werk. In der direkt im Werk situierten Schule – GTG – lernten wir jene Schulklasse kennen, mit der wir am Mittwoch das Kino besuchten und die uns ein wenig mit der schwedischen Sprache und Kultur vertraut machte. Durch das Ausstellen von ID – Cards war es uns dann möglich jederzeit Zugang zum Werk zu erlangen. Erst am Freitag erhielten wir unsere Arbeitskleidung und besichtigten zum ersten Mal unseren Arbeitsplatz. Wir wurden jeweils zu zweit den verschiedenen Stellen zugeteilt, die ihre Arbeit jeden Morgen zu unterschiedlicher Zeit begannen. Einige von uns sollten dann in den nächsten Tagen um 6.30 Uhr pünktlich mit Schichtbeginn starten. Diese Einweisungen dauerten ungefähr 10 Minuten und der nächste Arbeitstag war vollbracht. Nun stand endlich das erste Wochenende vor der Tür, und ab in das Nachtleben einer Großstadt!? Dies erwies sich am Anfang als totaler Flop, denn die meisten Bars und Pubs öffneten ihre Türen nur für Personen ab 20 Jahren. Zu unsrem Glück fand aber zu dieser Zeit das große Göteborger Stadtfest, genannt „Göteborg Kalaset" statt. Hier waren unzählige Leute auf der Straße und die Stimmung war gewaltig.

Am Montag begann unser erster wirklicher Arbeitstag, glaubten wir zumindest alle. Dieser Tag diente vorwiegend dem Kennenlernen der Produktion. In den folgenden Tagen wurde uns dann aber doch eine sehr interessante Arbeit zugeteilt, neben der wir auch noch genügend Zeit hatten, den Kontakt zu Österreich per E-Mail aufrecht zu erhalten. In schon kurzer Zeit lernten wir viele Leute kennen, die alle sehr freundlich waren und ausgezeichnet Englisch sprechen konnten. Eine davon war Maria Söderström, eine Österreicherin, die schon fast 50 Jahre in Göteborg lebt und im Volvo Werk arbeitet. Wir wurden von ihr zu einem typischen schwedische Essen eingeladen und erhielten Tipps über Sehenswertes in Schweden.

Das große Highlight geschah sicherlich in der vorletzten Woche. Mr. Göran Carlzon, der das letzte Mal für Auslandspraktikanten zuständig war, organisierte für uns eine Testfahrt auf der hauseigenen Demostrecke von Volvo. Wir hatten die Möglichkeit beinahe jedes der neuesten Volvo-Modelle mit den verschieden starken Motoren zu testen. Der brandneue Volvo XC 90, bei dessen Produktion einige von uns beschäftigt waren, war für eine Testfahrt nicht zu haben, da er sich noch in der Testphase befand. Nachdem festgestellt worden war, dass wir alle in der Lage waren die Volvos zu beherrschen, bekamen wir für ein Wochenende zwei V70 geliehen. Früh morgens (Samstag) traten wir damit eine Fahrt vorbei an den großen Seen zu Schwedens Hauptstadt Stockholm an. Die Geschwindigkeitsbeschränkung von 110 km/h auf der Autobahn war zwar etwas ungewöhnlich für uns, aber so konnten wir neben einer gemütlichen Fahrt die schöne Landschaft betrachten. Dieses Wochenende war sicher ein Erlebnis für uns alle.

In den letzten Tagen der fünften Woche wurden wir noch zu einem Abschlussessen mit unseren Betreuern eingeladen und besuchten nochmals die Schulklasse, in der wir kurz über unsere Erlebnisse und Erfahrungen berichteten. Fast zu schnell vergingen also diese fünf Wochen und zum Abschluss fiel es uns schwer uns von den in Schweden neu gefundenen Freunden und dieser schönen Stadt Göteborg zu verabschieden. Am 14. September wurden wir von einem von unseren Betreuern organisierten Taxi zum Flughafen gebracht und traten die Heimreise an. Am Flughafen Frankfurt trennten sich unsere Wege, denn zwei der Praktikanten flogen von dort weiter nach Wien. Der Rest unserer Gruppe landete um 18.35 in Salzburg, und nun waren wir doch alle froh wieder zu Hause zu sein.

Zum Abschluss kann man sagen, dass es für jeden von uns sicher eine tolle Erfahrung war, einmal in einem fremden Land in einem derart großen Betrieb zu arbeiten, andere Leute und eine andere Kultur kennen zu lernen. Somit möchten wir uns an dieser Stelle recht herzlich bei unseren Förderern - der IFA und der HTL Vöcklabruck sowie dem Verein der Freunde der HTL Vöcklabruck - bedanken, ohne die wir alle sehr tief in die Tasche hätten greifen müssen. Besonders aber auch bei Herrn Prof. Mag. Anton Pixner für sein großes Engagement, das uns überhaupt dieses Auslandspraktikum ermöglichte.