Jörg Stelling spielt „Ein ganz gewöhnlicher Jude“

Am Donnerstag, dem 27.März 2014, durften wir Herrn Jörg Stelling, Schauspieler aus Wien, an unserer Schule begrüßen. Theaterbesucher kennen ihn aus zahlreichen von ihm gespielten Theaterstücken wie:“ Der Fall Furtwängler“, „Rote Nasen“, „Trilogie der Sommerfrische“, „Drei Schwestern“, Onkel Wanja“ u.v.m. Aber nicht nur im Theater sondern auch in Filmen wie: “Opernball“, „Kommissar Rex“, „Medicopter 117“, „Schlosshotel Orth“, „Copy“ oder „Bauernopfer“ wirkte er erfolgreich mit.

Im Stück „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ von Charles Lewinsky geht es um den  jüdischen Journalisten Emanuel Goldfarb, der sich über die Einladung eines Lehrers ärgert. In einem gut gemeinten, höflich formulierten Schreiben bittet ein Klassenlehrer „um den Besuch eines Juden, der den Schülern was erzählt“, da dieses Themengebiet derzeit im Geschichteunterricht stehe. Für Emanuel Goldfarb, dargestellt von Jörg Stelling,  steht fest, dass er der Einladung keine Folge leisten wird. Er hat keine Lust, sich von einer Schulklasse bestaunen zu lassen. Der Versuch, seine Absage nicht nur zu formulieren, sondern auch zu begründen, gerät ihm zur Generalabrechnung mit der Situation des Juden im Nachkriegsdeutschland. Wortreich, pointiert und manchmal zynisch beschreibt er das Spannungsfeld zwischen altem Antisemitismus und neuer politischer Korrektheit – und dabei möchte Emanuel Goldfarb doch nichts lieber sein, als „Ein ganz gewöhnlicher Jude“.

Die Schülerinnen folgten dem Geschehen offensichtlich mit großem Interesse. Im Anschluss bot sich die Möglichkeit mit dem Darsteller über das Stück zu diskutieren und Fragen zu stellen.


28.03.2014